Schattentheatertruppe aus Yokohama trat beim Japanischen Filmfestival in Frankfurt auf – Auch Ukrainische Flüchtlinge waren eingeladen

Das Nippon Connection Filmfestival, das größte japanische Filmfestival außerhalb Japans, findet jährlich in Frankfurt statt und dieses Jahr bereits zum 22. Mal. Nach drei Jahren endlich wieder live, wurden von Dienstag, dem 24. Mai, bis Sonntag, dem 29. Mai,  mehr als 100 Filme gezeigt, und es wurde ein vielfältiges Kulturprogramm geboten, darunter Workshops und Aufführungen zur japanischen Kultur.

Die Schattentheatertruppe Kakashiza, die bei der letztjährigen Veranstaltung eine Online-Performance aus Yokohama gegeben haben, wurden von Nippon Connection eingeladen, dieses Mal nach Deutschland zu kommen, um eine live Performance und einen Workshop zu geben.

Das Yokohama City Office in Frankfurt hatte den Besuch in Deutschland unterstützt, indem es als Brücke zwischen den beiden Seiten fungierte und konnte dem Publikum vor dem Auftritt in einer kurzen Rede Yokohama und Kakashiza vorstellen.

Workshop

(26.05.2022)

20 Personen nahmen daran teil, lernten und übten die Techniken, wie man selbst Handschattenbilder von Tieren wie Füchsen, Krabben, Vögeln, Pinguinen und Elefanten erzeugt.

Es gab auch die Möglichkeit, sich Schattenbilder zu wünschen und so wurden viele Wünsche an die Schattentheatertruppe herangetragen, wie z. B. "Giraffe", "Hai", "Tiger", "Kobra", "Einhorn" und "Brachiosaurus". Die Mitglieder der Truppe führten dazu aus dem Stegreif die gewünschten Handschattenbilder mit humorvollem Vortrag vor, was die Teilnehmer begeisterte und sie mit Lachen und Bewunderung erfüllte.

Performance “Hand Shadows ANIMARE”

(28.05.2022)

Die rund 200 Zuschauer wurden in die einzigartige Welt der Fantasie und des Humors hineingezogen, die durch die großartige Aufführung geschaffen wurde, bei der die Hände die Hauptrolle spielten und die Schatten zum Leben erweckten.

Nach der Aufführung gab das Publikum Standing Ovation und die Teilnehmer, die von der Aufführung fasziniert waren, baten um Autogramme und Erinnerungsfotos.

Darüber hinaus lud Nippon Connection einige geflüchtete ukrainische Bürger in Frankfurt ein, sich die Aufführung kostenlos anzusehen.

-ANIMARE - ist das lateinische Wort für "zum Leben erwecken, beleben". Die Welt der Handschatten ist voller neuer Überraschungen, in der verschiedene Formen nur mit den Händen und dem Körper geschaffen werden. Nacheinander hauchten die Hände der Darsteller den Schatten Leben ein und erweckten die Geschichten zum Leben. Eine Silhouetten-Show mit bunten und schönen Schattenfiguren und humorvollen Geschichten.

Eine kurze Rede über Yokohama 

(28.05.2022)

Der Chief Representative erklärte, dass die Schattentheatertruppe Kakashiza in diesem Jahr, in dem sich seine Gründung zum 70. Mal jährt, dank der engen Städtepartnerschaft zwischen Yokohama und Frankfurt extra aus "Yokohama" gekommen ist und stellte Yokohama kurz vor. Er nannte die Stadt mit ihrer Konzentration deutscher Unternehmen und dem Standort der deutschen Schule die Stadt, die Deutschland am nächsten ist.

Nach der Aufführung bedankten sich die Besucher auf Deutsch persönlich bei den Künstlern für das wunderbare Geschenk aus Yokohama, das die Aufführung für sie war.

Finden Sie einen Bericht über Kakashizas Programm beim Nippon Connection Filmfestival 2021 hier.

Teilnahme an der Konferenz “ University and the City“

Am 1. Juli nahm der Chief Representative unseres Büros an der von der Stadt Frankfurt und der Goethe-Universität organisierten Konferenz " University and the Citiy" teil, wo er an einer Diskussion teilnahm und während des politischen Panels eine gemeinsame Erklärung formuliert wurde.

Unter dem Thema "Demokratische Innovation und Bürgerbeteiligung" hielt der Chief Representative einen Vortrag und führte eine Diskussion über die regionale Stadtplanung Yokohamas. Als Ergebnis der Diskussion wurde die "Frankfurter Erklärung zur Zukunft der Demokratie" erarbeitet.

Überblick über die politische Podiumsdiskussion

Vertreter aus fünf Städten nahmen an der politischen Podiumsdiskussion im Kaisersaal des Frankfurter Rathauses teil. Moderiert von Brigitte Geißel von der Goethe-Universität diskutierten die Podiumsteilnehmer Stadträtin Ina Hartwig für Frankfurt, Stadträtin Sonia Zdorovtzoff für Lyon, Stadträtin Chen Arieli aus Tel Aviv-Jaffa, die Gleichstellungsbeauftragte des Krakauer Stadtpräsidenten Nina Gabryś und Takehiro Kuribayashi als Vertreter der Stadt Yokohama über die Maßnahmen ihrer Städte zu demokratischen Innovationen und Bürgerbeteiligung.

Die Podiumsteilnehmer gaben einen Überblick darüber, wie die lokale Demokratie in den Partnerstädten funktioniert, beschrieben erfolgreiche Modelle für die Einbeziehung der Bürger in den politischen Entscheidungsprozess angesichts ernsthafter Herausforderungen für die repräsentative Demokratie, wie z. B. abnehmende Parteibindung und zunehmende Forderungen nach direkter Beteiligung, und erläuterten, wie dieses Thema in Zukunft gefördert werden soll.

 

Fotos ©Stadt Frankfurt, Maik Reuss

Frankfurter Erklärung zur Zukunft der Demokratie

Versammelt im Herzen Europas in Frankfurt am Main - der Wiege der deutschen Demokratie, die 1848/1849 mit der Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche ihren Anfang nahm, und einer Stadt, die sich fest zu den Werten der Europäischen Union bekennt –

geeint im Geiste der "Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk", und
entschlossen in unserem Wunsch, die demokratische Idee auf innovative Weise zu entwickeln,
und eingedenk der tiefen Narben, die die SARS-CoV-2-Pandemie hinterlassen hat

geben wir, die an diesem Tag, dem 1. Juli 2021, in Frankfurt am Main anwesenden Vertreter der Städte und Metropolen der Welt, die folgende Erklärung zur Zukunft der Demokratie und zur Bedeutung der Bürgerbeteiligung ab:

Als gewählte Vertreter unserer Städte stehen wir für

  1. einen ständigen Dialog mit unseren Bürgern über die gemeinsame Zukunft in unseren Städten und in einer demokratischen Welt;
    eine Gesellschaft, in der die demokratische Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einen hohen Stellenwert hat;
  2. die Intensivierung des internationalen Erfahrungsaustauschs auf politischer, sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Ebene;
  3. die demokratischen Grundwerte unserer Bürgerinnen und Bürger;
  4. die Wahrung der universellen und unveräußerlichen Menschenrechte in allen Ländern der Welt;
  5. die Suche nach neuen, aktiven Wegen, um die Politik und die politischen Entscheidungsprozesse für alle Bürger zu öffnen;
  6. innovative und moderne Formen der Bürgerbeteiligung, die auf die Verwirklichung der demokratischen Ideale des Regierens abzielen.

Yokohama-Frankfurt Freundschaftsbahn startet in Frankfurt am Main!

Die Stadt Frankfurt, die 2011 eine Partnerschaft mit Yokohama einging, feierte dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Aus diesem Anlass startete die Stadt Frankfurt am Donnerstag, den 10. Juni, eine U-Bahn, die mit einem Bild der Landschaft der Städte Frankfurt und Yokohama bedruckt ist.

Vor dem Start des Dienstes fand am selben Tag eine Einweihungsfeier in Frankfurt statt.

Bei der Zeremonie sagte der Oberbürgermeister von Frankfurt, Herr Feldmann: "Yokohama ist die kosmopolitischste Stadt Japans und hat in dieser Hinsicht eine große Affinität zu Frankfurt. Unsere wichtige Partnerschaft entwickelt sich in eine sehr positive Richtung."

Überblick über die Eröffnungszeremonie

Am Donnerstag, den 10. Juni 2021 von 14:00 bis 14:30 Uhr versammelten sich rund 20 offiziell geladene Gäste auf dem VGF-Betriebshof Ost in Frankfurt, um den Start der Freundschaftsbahn zu feiern. Der Oberbürgermeister von Frankfurt, der Geschäftsführer der VGF und der Generalbevollmächtigte unseres Büros hielten Ansprachen, hatten einen kurzen Fototermin und begaben sich dann mit allen Teilnehmern auf eine Probefahrt zum Rathaus.

Aufgrund der Corona-Situation war kein größerer Empfang möglich, aber alle Teilnehmer freuten sich über das Wiedersehen und den Start der Freundschaftsbahn.

Kurzbeschreibung der Freundschaftsbahn

Betreiber: die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), ein Tochterunternehmen der Stadt Frankfurt

Zeitraum des Betriebs: Ab 10. Juni 2021 (Donnerstag) - Geplante Laufzeit: drei bis fünf Jahre

Streckenabschnitt: auf den 9 Frankfurter U-Bahn-Linien

Nippon Connection 2021:Schattentheater Live-Performance aus Yokohama

Nippon Connection, das größte japanische Filmfestival außerhalb Japans, fand bereits zum 21. Mal statt. Nach der letztjährigen Veranstaltung fand das Festival nun zum zweiten Mal online statt. Vom 1. Juni (Dienstag) bis zum 6. Juni (Sonntag) wurden den Bürgern Frankfurts und der ganzen Welt neben rund 80 Filmtiteln auch etwa 40 Kulturprogramme, darunter Workshops und Performances zur japanischen Kultur, geboten.

Beim diesjährigen Festival, das auf den 10. Jahrestag des Städtepartnerschaftsabkommens zwischen der Stadt Yokohama und der Stadt Frankfurt fällt, konnte unser Büro die Organisatoren von "Nippon Connection" mit der in  Yokohama ansässigen Schattentheaterkompanie "Kakashi-za" zusammenbringen, um eine Live-Schattenspielaufführung und andere Veranstaltungen zu planen und zu koordinieren.

Foto ©Nippon Connection

Eröffnung

Am Dienstag, den 1. Juni, um 19:00 Uhr, gab es eine Einführung in die Highlights des Festivals. Auf die Frage, was ihr persönliches Highlight des Festivals wird, antwortete die Festivaldirektorin Marion Klomfass: "Ohne Zweifel Kakashi-za's Live Performance."

Programmübersicht: Schattentheater Kakashi-za

Sa 05.06.2021 14:00-15:15 Uhr: Live-Performance “Hand Shadows ANIMARE” mit Q&A

Sa 05.06.2021 16:00-17:00 Uhr: Schattentheater Workshop mit Q&A

01.06.-06.06.2021* „Dokumentarfilm Festival der Schatten“, On-demand mit deutschen Untertiteln

*Verlängert und weiterhin abrufbar bis zum 30.06.2021

Hand Shadows ANIMARE

"Es gibt keine Grenzen für diese Hände.“

Die ultimative Performance mit Händen in der Hauptrolle, die Schatten mit Leben erfüllen.

ANIMARE – lateinisch für "Leben einhauchen, beleben" – zeigt die Welt von Schattenbildern voller frischer Überraschungen. Nur mit Händen und Körper werden verschiedenste Formen geschaffen und die Geschichte entfaltet sich voller Lebendigkeit und Humor mit bunten, schönen Schattenbildern.

Diese dynamische und grazile Bühnenshow wurde bereits in mehr als 20 Ländern in Europa, Asien und Südamerika gefeiert.

Anschließend hatten die Zuschauer die Möglichkeit, den Mitgliedern der Gruppe Kakashi-za Fragen zu stellen. Das Publikum interessierte sich sehr dafür, was die Gruppe zu ihrem Schattentheater inspiriert, was die Geschichte der Gruppe ist, ob einige Schattenfiguren nicht sehr schwierig oder gar gefährlich sind und was dem angeschlossen das schwierigste Schattenbild war. Aber eine Frage interessierte die Zuschauer brennender als alle anderen: Wird die Gruppe bald persönlich nach Frankfurt kommen?

Workshop

Das Handschattenspiel ist in Japan seit der Antike beliebt. In der Edo-Zeit (1603-1868) pflegte ein Trommler dieses Handschattenspiel zur Unterhaltung der Gäste bei Banketten aufzuführen. Es gibt auch ein Büchlein, das Kagee Toranomaki, das detailliert aufzeichnet, wie man Kage-e (Handschattenbilder) herstellt, was zeigt, wie beliebt diese Kunst war.

In diesem Workshop konnten die Zuschauer den Reiz des Schattentheaters erleben und selbst einige Schattenbilder lernen. Zunächst wurde ein kleiner Ausschnitt aus der Performance gezeigt, um hinterher zu lernen, wie die einzelnen Tiere nachgebildet werden können. Es wurde auch demonstriert, wie in der Edo-Zeit Schattenbilder hergestellt wurden und am Ende konnte das Publikum sich Schattenbilder von den  Künstlern wünschen. Interessant war hier für die Teilnehmer die Frage, wie und mit welchen Medien man Schattenbilder lernen kann.

Festival der Schatten

Unter dem schon genannten Motto "Diesen Händen sind keine Grenzen gesetzt" verfeinern die Performer ständig ihr Können. In diesem Film sehen wir den "geheimnisvollen Moment", wenn die "Hände" zum Leben erwachen und über die Leinwand fliegen, als wären sie eigenständige Lebewesen. Gleichzeitig führt der Film die Kamera auch hinter die Kulissen, zu nie gezeigten Szenen, und begleitet die Mitglieder der Kompanie auf ihrer 60-Jahre-Jubiläumstournee durch drei große Städte Japans und bis zu ihrer Abreise nach Brasilien.

Dies ist der erste Dokumentarfilm des Regisseurs Taku Oshima, der in seinen dramatischen Filmen wie "Unser Haus auf dem Mars" und "Der gefrorene Spiegel" die "Schattenseite" des menschlichen Herzens eindringlich visualisiert hat.

YokohamaBildungsreise©まりぽーさ

11.-22.10.2021 Bildungsurlaub in Japan

(Achtung! Die Reise wurde auf 2021 verschoben. Weitere Informationen folgen.)

Die VHS Frankfurt richtet in Zusammenarbeit mit uns, der Stadt Frankfurt, japanisch-deutschen Institutionen Frankfurts und Takeda Bauer European Travel eine Bürgerreise nach Japan aus. Der einwöchige Bildungsurlaub findet in Yokohama statt.

Weitere Informationen

Konferenz der Internationalen Vereinigung der Friedensbotschafterstädte in Sarajevo

Auch in diesem Jahr nahm Yokohama an der International Association of Peace Messenger Cities' Conference (IAPMCC)  teil. Vom 25. September bis 29. September reiste der Chief Representative dafür in die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, Sarajevo. Etwa  23 Friedensbotschafterstädte aus 15 Ländern sandten 50 Stadtbeamte zur Teilnahme an der Konferenz aus.

Neben einer Versammlung der Vorstandsstädte wurde für die nicht im Vorstand befindlichen Teilnehmer eine Stadtführung organisiert. Dabei konnte der Sarajevo Tunnel besichtigt werden, der während der Belagerung Sarajevos im Bosnien Krieg als Flucht- und Versorgungsweg diente. Im Tunnel Museum konnten Erinnerungsstücke aus der Zeit des Tunnelbaus wie Briefe, Fotos von glücklicheren Zeiten und zerstörten Spielzeugen besichtigt werden und im Historischen Museum Bosnien-Herzegowina war eine spezielle Ausstellung zum Thema Frieden geboten.

Am 27. September wurde die Konferenz dann offiziell vom Bürgermeister der Stadt Sarajevo eröffnet. Jede Mitgliedsstadt stellte am Nachmittag ihre Fortschritte und Ideen für die Umsetzung der SDGs vor. Im Zuge dessen hatte der Chief Representative die Gelegenheit, internationale Kooperationen der Stadt Yokohama zu Infrastrukturtechnologie und -knowhow zu präsentieren, über die Arbeit des Smart City Management Hubs YPORT zu sprechen und die Fortschritte bei der Afroasiatischen Zusammenarbeit im Bereich Technologie vorzustellen.

Am letzten Tag lag der Fokus auf Diskussionen rund um die Themen Konfliktbeilegung, Einwanderungspolitik und Probleme resultierend aus Multikulturalität. Weitere Pläne zur Verstärkung der Bemühungen aller Städte im Bereich Friedensbildung und Erreichen der SDGs wurden in der Deklaration von Sarajevo festgehalten und die neuen Mitgliedsstädte Prilep (Nordmazedonien) und Sremski Karlovci (Serbien) wurden bestätigt.

Hier finden Sie einen Bericht der vorjährigen Konferenz der Friedensbotschafterstädte.

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Oberschüler aus Yokohama zu Gast an der Schule am Ried

Nachdem vor knapp vier Monaten eine Gruppe aus 15 Schülern der Schule am Ried nach Yokohama aufgebrochen war, um die Sakuragaoka Hochschule kennenzulernen, besuchte nun eine Gruppe von ebenfalls 15 Schülern die Schule am Ried. Dabei trafen sich zumeist genau die Schüler wieder, die sich während der ersten Austauschreise als Gastfamilie kennengelernt hatten, aber auch neue Schüler waren mit dabei. In den Familien ihrer Gastbrüder und-schwestern lernten die japanischen Schüler das Familienleben in Deutschland kennen, so wie vormals die Frankfurter Schüler Einblicke in das Leben japanischer Familien erleben konnten. Die Verbindung auf beiden Seiten war sehr herzlich, nicht nur von Seiten der Familien, sondern auch von Seiten der Schulen und der Städte, die ebenfalls viel zu dem gelungenen Austauschprogramm beigetragen haben.

Am 15. Februar richtete die Schule am Ried einen großen Empfang für die Gastschüler aus Yokohama aus, bei dem auch Vertreter des japanische Generalkonsulats Frankfurt teilnahmen, um einige Begrüßungsworte an die Jugendlichen zu richten. Im Anschluss veranstaltete das Frankfurt Yokohama Citizens Network ein deutsch-japanisches Mittagessen mit Sushi und Frankfurter Spezialitäten. Auch weitere Vertreter des Deutsch-Japanischen Kulturaustauschs, wie die DJG Frankfurt, sowie unser Büro nahmen an den Feierlichkeiten teil. Das Orchester der Schule am Ried gab einige Hörproben und die japanischen Schüler präsentierten einen traditionellen Tanz, sowie einen Überblick über Japan und das japanische Schulsystem.

Am 18. Februar ließ es sich der Oberbürgermeister Feldmann nicht nehmen, die Austauschschüler persönlich im Römer willkommen zu heißen und einige Worte an sie zu richten. Ganz besonders wird den Schülerinnen und Schülern auf beiden Seiten wohl nicht nur der Besuch im berühmten Kaisersaal  im Gedächtnis bleiben, sondern vor allem dass der Oberbürgermeister sich trotz Termindrucks die Zeit nahm, sowohl Gruppenfotos, als auch Fotos mit einzelnen Schülern machen zu lassen.

Am Morgen desselben Tages hatten die Schüler bereits eine ausführliche Stadtführung erlebt, bei der sie unter anderem auch das Goethe-Haus und den Main Tower besichtigen konnten. Am Nachmittag konnten die Schüler dann noch einmal Zeit in ihren Gastfamilien verbringen. Insgesamt fühlen sich zehn Tage immer zu kurz an, doch beide Schulen haben ihre jeweiligen Programme so ausgerichtet, dass die Schüler diese kurze Zeit optimal nutzen konnten und viel von der jeweils anderen Kultur erleben und viel Neues kennenlernen konnten, wie zum Beispiel eine Judo-Schnupperstunde. Da für viele bald die Frage aufkommen wird, auf welche Universität sie gehen wollen, hatten die japanischen Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, sich die Goethe Universität anzusehen, welche zwischen den Wirtschaftsfakultäten mit der Yokohama City University eine Partnervereinbarung pflegt.

Nachdem der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen nun so erfolgreich angelaufen ist, soll er im Rhythmus von 2 Jahren fortgeführt werden.

Einen Artikel über die Reise der Frankfurter Schüler nach Yokohama finden Sie hier.

WolgogradEwigesFeuer

Konferenz der Internationalen Vereinigung der Friedensbotschafterstädte in Wolgograd

Vom 10. Oktober bis 1. November reiste der Chief Representative nach Wolgograd, Russland, um an der Konferenz der internationalen Vereinigung der Friedensbotschafterstädte (International Association of Peace Messenger Cities' Conference IAPMCC) teilzunehmen. Zusammen mit den Bürgermeistern und Vizebürgermeistern der Mitgliedsstädte wurde eine Friedensvereinbarung verabschiedet, und Yokohama hatte die Möglichkeit, seinen Friedensbildungsprozess vorzustellen.

Am ersten Tag besuchten die Teilnehmer den Platz der gefallenen Krieger, wo sie an einer Kranzniederlegung teilnahmen, und danach die ewige Flamme im Mamajew-Kurgan-Gedenkstättenkomplex und die Statue des Mutterlandes auf der Spitze des Hügels, sowie das Wolgograder Panoramamuseum Schlacht um Stalingrad.

Am nächsten Tag fand ein internationales Intercity-Diplomatieforum mit dem Titel "Wolga Dialog: Das gegenseitige Verständnis von Frieden" statt. Hier nahm Herr Tamai an einer Podiumsdiskussion teil und kommentierte die Rolle der Stadtregierung von Yokohama im Friedensprozess.

Am Abend wurde die IAPMCC mit der ersten Plenarsitzung eröffnet. Für Yokohama war es das erste Mal seit 8 Jahren, dass wieder jemand an dieser Konferenz teilnahm und die Möglichkeit hatte, eine Rede vor den Mitgliedsstädten zu halten.

Yokohama ist Mitglied der Friedensbotschafterstädte

Am 1. November wurde der Tag in das internationale Intercity-Diplomatieforum am Nachmittag und die bschlusssitzung der IAPMC-Konferenz am Abend unterteilt. Diesmal stand das Forum unter dem Thema "Verbesserung der Lebensqualität - Friedensschaffungsprozess der Städte". Herr Tamai hatte hier die Gelegenheit, die Maßnahmen und Fortschritte Yokohamas in den Bereichen partnerstädtische Zusammenarbeit, internationale Zusammenarbeit und Multikulturalität vorzustellen. Abgesehen von diesem Vortrag nahm er an mehreren Unterausschüssen teil.  Die Ergebnisse der Vorträge wurden anschließend von jeder Gruppe in der Abendkonferenz vorgestellt.

Neben der Stärkung der internationalen Beziehungen in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Technologien ist Yokohama sehr an einem weiteren Engagement im internationalen Friedensprozess interessiert, vor allem da im Juni 2018 eine neue Satzung zum Thema internationale Friedensförderung in Kraft getreten ist.

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Zu Besuch in der Partnerstadt Lyon – Pollutec & Kaisergeburtstag

Vom 27. bis 30. November besuchte der Chief Representative Yokohamas Partnerstadt Lyon, um die Umwelt- und Energiemesse Pollutec 2018 zu besuchen und am jährlichen Kaisergeburtstagsempfang des japanischen Generalkonsulats in Lyon teilzunehmen.

Der Schwerpunkt der Teilnahme an der Pollutec lag nicht primär auf einem Einblick in die Messe selbst, sondern vor allem auf der Teilnahme an mehreren dort ausgerichteten Seminaren, wie dem Internationalen Gipfel für Städte und Regionen, die die Kreislaufwirtschaft antreiben. Darüber hinaus konnte er einige Stände von in Yokohama ansässigen Unternehmen mit Niederlassungen in Europa auf der Pollutec besuchen, wie zum Beispiel die in Minato-ku ansässige Firma Amcon, die ein Experte für Abwasserfilteranlagen ist.

Am Abend des 29. Novembers fand im Hotel Mercure Lyon Centre Château Perrache der jährliche vom japanischen Generalkonsulat zu Lyon ausgerichteter Kaisergeburtstag statt. Wie im letzten Jahr stellte unser Büro einen Stand aus, um die Geschäfts- und Reisemöglichkeiten in Yokohama zu präsentieren. Im Verlauf der abendlichen Gespräche, war die Vernetzung mit lokalen Unternehmen und Interessenten sehr erfolgreich.

Am letzten Tag der Geschäftsreise hatte Herr Tamai die Gelegenheit, die Industrie- und Handelskammer in Lyon zu besuchen, die die Rolle einer Wirtschaftsabteilung übernimmt. Yokohamas IT und Bio Life Science-Netzwerke ITOP und LIP schienen dabei von großem Interesse für Lyon und beide Seiten beschlossen, sich mehr darauf zu konzentrieren, Unternehmen aus Yokohama dabei zu unterstützen, in Lyon eine Zweigstelle zu eröffnen und umgekehrt Unternehmen von Lyon nach Yokohama.

Erfahren Sie hier, warum Yokohama auch für Ihr Unternehmen ein interessanter Standort ist oder rufen Sie uns an.

Eine getanzte Liebesgeschichte und drei energetische Workshops in Frankfurt

Yô Nakamura und Yuya Igarashi verzaubern Publikum und Teilnehmer des Künstleraustauschs

Wenn Yô Nakamura eine Choreografie ausarbeitet, dann reiht sie nicht Techniken und Formen an einander, sie versetzt sich in die Lyrics hinein und erfindet eine Geschichte, die sie dann auf der Bühne mit ihrem Tanz erzählt.

Beim Main Matsuri in Frankfurt verzauberte sie mit ihrem humoristischen Künstlerkollegen Yuya Igarashi zunächst auf der Bühne mit einer 20-minütigen Performance das Publikum des Japanfests. Der moderne Tanzstil erzählte von den Höhen und Tiefen, aber vor allem von der Romantik einer Liebesgeschichte, die das Publikum in ihren Bann zog. Eine Gesangseinlage von Herrn Igarashi, für die er den Refrain des Liedes „Hotel Riverside“ sogar auf Deutsch statt auf Japanisch sang, und Einlagen seines eigenen humorvollen Tanzstils, rundeten die Performance perfekt ab.

Fortsetzung des Künstleraustauschs

Nachdem letztes Jahr ein Frankfurter Künstler Yokohama besucht hatte, führte Frau Nakamura den Künstleraustausch zwischen den Partnerstädten fort und brachte in drei verschiedenen Workshops den Teilnehmern zu japanischer Popmusik wie „Sun“ von Hoshino Gen, eine moderne Choreografie bei. Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt konnten die Workshops an drei auf einander folgenden Tagen kostenlos angeboten werden.

Der Abschluss-Workshop konnte für interessierte Schüler der Schule am Ried stattfinden, zu dem sich sogar ein Schüler vom anderen Ende der Stadt aufgemacht hatte, um teilnehmen zu können. Durch diesen Workshop konnten vor allem auch die Schüler am deutsch-japanischen Austausch teilnehmen, die in diesem Jahr nicht die Partnerschule Sakuragaoka in Yokohama besuchen können.

In diesen Workshops wurde nicht allein die Choreografie behandelt, sondern vor allem verschiedene Techniken, um eine Choreografie zu entwickeln, eine Pose mit Leben zu füllen und ein abstraktes Gefühl mit einer Tanzpose zu interpretieren.

Die Teilnehmer, insgesamt eine sehr bunte deutsch-japanische Mischung aus jung und jung geblieben, und auch Frau Nakamura hatten sehr viel Spaß an diesen energetischen Bewegungsabfolgen und der gelungenen Zusammenarbeit insgesamt.

Neben der Stadt Frankfurt, gebührt auch dem Frankfurt Yokohama Citizens Network Dank für die Unterstützung dieses Künstleraustauschs. So nahm die Leiterin der Asienabteilung des Internationalen Büros stellvertretend für die Stadt Frankfurt Frau Nakamura in Empfang und die Vorsitzende des Citizens Networks ermöglichte Frau Nakamura einen kulturellen Rundgang durch Frankfurt.

Wenn Sie Interesse am Tanzen und an verschiedenen Tanzstilen haben, können Sie noch bis zum 30.09.2018 in Yokohama das Dance Dance Dance Festival besuchen und selbst teilnehmen oder Performances in der ganzen Stadt bewundern. Yô Nakamura ist ebenfalls sehr aktiv bei diesem Festival und würde sich freuen, einige Teilnehmer der Workshops oder Zuschauer der Performance wiederzusehen.

Wir informieren Sie gerne, was Sie in Yokohama sonst noch erleben können.