Die Frankfurter Delegation besuchte im September für den wirtschaftlichen Austausch neben DeNA auch Bosch Japan, deren Hauptsitz 2024 nach Yokohama verlagert wurde. Hier ging es vor allem darum, von der Verbindung zwischen der Stadt Yokohama und der Firma zu erfahren und von dem starken Beispiel einer Public-Private Partnership zu lernen.
Bosch Japan gibt es bereits seit 1911. Mit heute zehn Fertigungsstandorten und Aktivitäten in vier zentralen Geschäftsbereichen – Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology – zählt Bosch Japan zu den bedeutenden Akteuren im japanischen Markt.
Foto © Bosch Japan
Die Verlagerung des Hauptsitzes von Tokio nach Yokohama im Jahr 2024 ist sowohl für das Unternehmen und deren Mitarbeitende, als auch für die Stadt Yokohama von großem Vorteil. Für die Belegschaft bietet Yokohama klare Vorteile: Die Nähe zur Deutschen Schule, niedrigere Lebenshaltungskosten bei gleichzeitig höherer Lebensqualität, eine ruhigere, grünere Umgebung und exzellente Bildungs- und Karrieremöglichkeiten – auch für Familienmitglieder außerhalb des Unternehmens.
Foto © Bosch Japan
Aus Unternehmenssicht eröffnete der neue Standort völlig neue Perspektiven. Während in Tokio lediglich rund 500 Mitarbeitende tätig waren, beschäftigt Bosch in Yokohama heute etwa 2.000 Personen – und das bei deutlich geringeren Kosten und mehr Raum für Wachstum. Die Nähe zu renommierten Universitäten sowie zu innovativen Unternehmen und Start-ups schafft ideale Voraussetzungen für Kooperationen, Talentgewinnung und technologische Weiterentwicklung. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die offene und internationale Ausrichtung des Standorts. Bosch fördert gezielt Arbeitsplätze für Frauen sowie englischsprachige Positionen – Aspekte, die im japanischen Arbeitsmarkt nicht selbstverständlich sind. Die weltoffene Kultur Yokohamas unterstützt diesen Ansatz.
Für die Stadt Yokohama ist diese Sicherung von hochkarätigen Arbeitsplätzen ein großer Gewinn, doch die Verbindung geht noch weit darüber hinaus. Ein besonderes Highlight des neuen Headquarters ist das integrierte Community Center. Es dient nicht nur als Begegnungsstätte für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch als Plattform für den direkten Austausch zwischen Bosch und der Gesellschaft. So entstehen gemeinsam Ideen für nachhaltige und zukunftsweisende Produkte – im Einklang mit Boschs Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Die Delegation konnte sich bei der Besichtigung des HQs und dem Gespräch mit Bosch selbst davon überzeugen.
Im Jahr 2022 und 2026 unterstützte Bosch Japan die Stadt Yokohama und unser Büro mit einem Beitrag im Rahmen von Geschäftsseminaren für am Standort Yokohama interessierte Firmen. Dort stellten sie ihren Weg auf den japanischen Markt und die Vorteile von Yokohama dar, die für sie letztendlich ausschlaggebend waren, ihren Standort dorthin zu verlegen.
Die enge Zusammenarbeit mit der Stadt, lokalen Unternehmen, Start-up-Förderern sowie der Bevölkerung Yokohamas bildet die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, kontinuierliche Innovation und eine starke Einbindung in die Gemeinschaft. Eine wertvolle Partnerschaft, die beide Seiten noch weiter ausbauen wollen.













