COP2420182

Yokohama bei der UN Klimakonferenz in Kattowitz

Vom 2. Bis zum 14.12.2018 besuchte der Chief Representative die zum 24. Mal ausgerichtete (COP24) UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. Die Konferenz fand gleichzeitig als 14. Treffen zum Kyoto-Protokoll und als 3. Treffen zum Pariser Abkommen statt. Als solche fungiert sie auch als Plattform für Firmen, internationale Organisationen und NGOs, die jeweils von ihren Standpunkten aus Maßnahmen gegen den Klimawandel vorstellen. Das Hauptziel dieser Konferenz war, das Inkrafttreten des im Vorjahr vereinbarten Regelbuchs zur Umsetzung des in Paris verabschiedeten Weltklimaabkommens einzuleiten.

Wie schon zur COP23 in Bonn 2017, besuchte auch dieses Jahr eine Delegation aus Yokohama die Konferenz und stellte einen Teil von insgesamt über 18000 Teilnehmern aus 1911 Ländern dar.

Am 9. Dezember fand ein Forum zu nachhaltigen Innovationen statt und wir tauschten uns mit einem Experten der Stadt Mannheim über Ziele der nachhaltigen Entwicklung, genauer gesagt über Regierungsreformen und die Kommunikation von Zielen der nachhaltigen Entwicklung an die Bürger, aus.

Am 10.12. hielt der Vizebürgermeister Kobayashi eine Rede zum Thema Stadt und Land im Zeitalter der Dekarbonisierung: Lokalisierung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung und die Städte und Kommunen betreffenden Vorbilder für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft -zirkuläre und ökologische Wirtschaft.

Am Nachmittag wurde von ICLEI und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ein Seminar zum Thema Erhöhung der Klima-Budgets in Städten und Kommunen ausgerichtet, bei dem der Vizebürgermeister Yokohamas Zero Carbon Projekt vorstellen konnte. Danach fand am Abend, bei dem von der Stadt Katowitz abgehaltenen Empfang mit Teilnehmern aus der ganzen Welt ein erfolgreiches Networking statt.

An den darauffolgenden zwei Tagen nahm der Chief Representative an verschiedenen Seminaren zu den Themen Green People’s Energy for Africa, Ostasiatische Forschungsinitiative zur Dekarbonisierung, Herausforderung der Emissionsfreiheit auf Basis der Initiative für reformative Klimawandeltechnologie, sowie kooperativer Klima- und Umweltschutz teil und konnte auch hier viele neue Kontakte knüpfen.

Wie wichtig es Yokohama ist, für den Klima- und Umweltschutz einen Beitrag zu leisten, zeigt nicht nur die Teilnahme an der UN Klimakonferenz, oder an C40 und CNCA, sondern vor allem Langzeitprojekte wie das Zero Carbon Projekt, die Bemühung in der Entwicklung nachhaltiger Technologien wie Wasserstofftechnologien, sowie die internationale Zusammenarbeit wie im Beispiel des IUC Projekts mit Frankfurt.

IUCPartnerstädtetreffen112018

Best-Practices der IUC Projekt-Zusammenarbeit

Yokohama und Frankfurt konnten ihre Partnerschaft im Bereich Energie, Umwelt und Stadtentwicklung weiter vertiefen, als sie Mitte Oktober zusammen mit Vertretern aus den diesjährig am IUC Projekt beteiligten 80 Städten im Europäischen Parlament in Brüssel zu einem allgemeinen und partnerstadtspezifischen Treffen zusammenkamen. Nach einem Vortrag des Stellvertretenden Vorsitzenden des EU-Regionalkomitees und einer Podiumsdiskussion hatten die Partnerstädte die Möglichkeit, ihre bisherigen Projekte, sowie Fortschritte vorzustellen, sich mit den anderen Partnerstädten auszutauschen und hinterher in Themengruppen über Ideen zu sprechen. Unser Repräsentanzbüro beteiligte sich an der Smart City Themengruppe.

Yokohama und Frankfurt berichteten von ihren Erfahrungen aus ihren Besuchen in der jeweiligen Partnerstadt im April und im August dieses Jahres, stellten Best-Practice Beispiele vor, die in die künftigen Entwicklungspläne einfließen könnten und erörterten außerdem, wie der Aktionsplan bis April nächsten Jahres aussehen wird. Die Besonderheit des IUC Projektes ist, dass die verpartnerten Städte große Ähnlichkeiten aufweisen, weswegen sie unter einander sehr eng zusammenarbeiten und auch in enger Zusammenarbeit und mit der Unterstützung des IUC Sekretariats einen gemeinsamen Aktionsplan erarbeiten können.

Zwar wird die Kooperation der Stadt Yokohama und der Stadt Frankfurt im IUC Projekt im Mai 2019 beendet sein, doch gehen wir davon aus, dass das gute Netzwerk, das im Zuge dieser Kooperation entstanden ist und weiter wachsen wird, auch nach Beendigung des Projekts dazu beitragen wird, dass die Zusammenarbeit beider Städte in den gemeinsam erarbeiteten Bereichen auf die eine oder andere Weise fortgeführt werden und beiden Städten auch in Zukunft von großem Nutzen sein kann.

HydrogenCarNetherlands2018

Yokohama auf Wasserstoffmission in den Niederlanden

Da die Stadt Yokohama sehr bestrebt ist, die Forschung und den Fortschritt von Wasserstofftechnologie voranzutreiben, begab sich der Chief Representative Anfang Oktober auf eine Wasserstoffmission in die Niederlande, die vom Ministerium für Infrastruktur und Wasserversorgung, sowie der Niederländischen Botschaft in Japan initiiert wurde.

Das einwöchige Programm dieser Mission begann mit einem Wasserstoffsymposium in Groningen. Hieran nahmen etwa 80 Repräsentanten von japanischen und lokalen Firmen mit energietechnologischem Hintergrund, sowie Forschungsinstitute und Universitäten teil. Herr Tamai nutzte die Gelegenheit, um Yokohamas Bemühungen und Erfolge im Bereich der Forschung, Entwicklung und Einführung in das Alltagsleben von Wasserstofftechnologie vorzustellen.

Auf die Frage, wie Yokohama das Thema Energie bildungstechnisch vermittle, erklärte er, dass in der Mittel- und Hochschule Unterricht zu erneuerbaren Energien stattfände, aber auch an die Bürger werde regelmäßig herangetreten, um das allgemeine Konsumbewusstsein zu erhöhen.

Fortschritt der Wasserstofftechnologie

Um den Fortschritt der Wasserstofftechnologien in den Niederlanden zu veranschaulichen, beinhaltete das Programm nicht nur Expertenpräsentationen, sondern auch entsprechende Besichtigungen. In Groningen sind beispielsweise Wasserstoffbusse teil der öffentlichen Busflotte, so dass die Teilnehmer dieser Mission eine Fahrt mit einem solchen Bus erfahren konnten. Außerdem besichtigten sie eine große, multifunktionale Tankstelle, die ‚Grüner Topf‘ genannt wird. Hier können in naher Zukunft Fahrzeuge nicht nur mit ein oder zwei Treibstoffsorten, sondern mit Bioethanoltreibstoffen, Wasserstoff, Erdgas oder Flüssiggasen betankt oder mit Elektrizität aufgeladen werden.

Im Verlauf erfolgte auch ein Besuch beim Ministerium für Infrastruktur und Wasserversorgung in Den Haag, um dort über die politische Herangehensweise an die Förderung und Implementierung von nachhaltigen Technologien zu sprechen. Zwar gebe die Regierung einen Leitfaden heraus, zwinge die Firmen jedoch nicht, entsprechende Technologien in ihr Unternehmen einzuführen, sondern setze eher auf die Motivierung durch Förderanreize.

Schließlich ging es weiter nach Rotterdam zur Innovation Expo, die unter dem Leitthema ‚Globale Herausforderungen und holländische Lösungen‘ von Erdgas bis Solar und von Drohnen und schwimmenden Bussen bis zu fliegenden Autos alle vorstellbaren Arten der neuesten Technologien zeigt. Eine Besonderheit dieser Expo ist das angebotene Online-Matching System, durch das sich am gleichen Thema interessierte Gesprächspartner finden und Gesprächstermine vereinbaren lassen, um neue Kooperationen zu erwirken.

Auch in Zukunft wird Yokohama sich mit europäischen Best-Practice Beispielen beschäftigen und den internationalen Informationsaustausch fördern.

Weitere Informationen zu Yokohamas Umweltpolitik finden Sie hier.

IUCZoobesuch

IUC-Delegation aus Yokohama besucht das Frankfurter Energiereferat

Rücktreffen in Frankfurt

Nachdem im April dieses Jahres eine Delegation von Abgeordneten des Energiereferats Frankfurt für erste Gespräche im Rahmen des International Urban Cooperation (IUC) Projekts Yokohama besucht und dort Informationen und Lösungsansätze für gemeinsame Probleme gesammelt hatte, fand nun das Rücktreffen im Frankfurter Energiereferat statt.

Mit dem IUC Projekt, verbindet die EU europäische Städte mit Städten außerhalb Europas, damit sie im Team gemeinsam an Lösungen und Ideen für nachhaltige und umweltschonende Stadtentwicklung, sowie allgemeinen Problemen arbeiten können, wie an den Auswirkungen der wachsenden Alters- und sinkenden Geburtenrate. Dabei suchen die Städte besonders auch nach Ansätzen, die die Bürger mit einbeziehen.

Partner im Klimaschutz

Die Frankfurter Delegation konnte in Yokohama Einrichtungen mit der höchsten Energieeffizienz besichtigen und bot umgekehrt nun der Delegation aus Yokohama die Gelegenheit, Passivhäuser und Einrichtungen zu besuchen, die Energie einsparen, selbst produzieren oder aus Abwärme gewonnene Energie wiederverwenden können.

Auf Basis des Slogans „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch“, erklärte Frankfurt wie bis 2050 der Energiebedarf zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden und Bürger, sowie Organisationen bei ihrem Beitrag gegen den Klimawandel unterstützt werden sollen.
Im Gegenzug ging Yokohama noch einmal auf die Projekte Smart City Choice und Virtual Power Plant ein, die bei dem Delegationsbesuch in Yokohama schon vorgestellt worden waren. So konnten beide Seiten sich Best Practice Beispiele vorstellen und die Möglichkeit besprechen, derartige Projekte gemeinsam zu erarbeiten.

Im Detail bedeutete das, dass die Delegation aus Yokohama unter anderem die Gelegenheit hatte, den Frankfurter Zoo zu besuchen, in dem speziell für die jüngeren Generationen Umweltbildung und Natur- und Artenschutz vermittelt wird, und den Frankfurter Flughafen zu besichtigen, in dem die neuesten Technologien zum Energiesparen eingesetzt werden.

Unser Repräsentanzbüro unterstützte diesen regen Austausch beider Städte mit einer Übersetzungskraft, der Vermittlung eines Termins beim japanischen Generalkonsulat Frankfurt und der Begleitung zu Besichtigungsterminen.Die vergangenen Treffen zeigen, dass beide Städte auf einem guten Weg sind, ihre Klimaschutzziele gemeinsam zu erreichen und eine nachhaltigere Stadtentwicklung zu implementieren.

NachhaltigeEntwicklung_Yokohama_Frankfurt_IUC

Nachhaltige Entwicklung made in Yokohama und Frankfurt

Im Juli hatten sich die beiden Städte darum beworben, bei dem EU-geförderten Projekt International Urban Cooperation, kurz IUC, als Paarung ausgewählt zu werden. In diesem Projekt werden europäische Städte mit Städten aus nicht-EU Ländern für 18 Monate mit einander verbunden, um gemeinsam Konzepte für nachhaltige Städteentwicklung und das Erreichen der Ziele im Rahmen der Pariser Übereinkunft zum Klimaschutz zu entwickeln und umzusetzen. Die Vertreter beider Städte werden sich gegenseitig besuchen und die relevanten Dokumente sollen künftig auch in Englisch übersetzt werden, um sie beiden Seiten zur Verfügung stellen zu können. 

IUC-Städtepartnerschaften

Da das Projekt eine Verbindung zu großen Finanzinstitutionen schafft, soll es den Städten erleichtert werden, sich mit den Akteuren in ihnen zusammenzutun und gemeinsam die Ziele zu verwirklichen.
Die Zielländer sind unter anderem Japan, China, Indien, Kanada, Mexico, USA, Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru und noch einige mehr. Mit den in diesem Jahr gewählten, gibt es in Japan momentan fünf IUC-Städtepartnerschaften.

Yokohama und Frankfurt wurden für dieses Städtepairing ausgewählt und können somit im Bereich Umweltpolitik und Städteentwicklung die 2011 geschlossene Städtepartnerschaft weiter stark vertiefen, sowie an gemeinsam Problemen arbeiten. Konkret soll es für Yokohama und Frankfurt speziell um die Themen Energy Management, Smart City, Wasserstofftechnologie, sowie die Steigerung des öffentlichen Bewusstseins und der bewussten Partizipation.
Am 10.11.2017 wurde in Brüssel ein Treffen der Partnerstädte abgehalten, bei dem auch die Vertreter beider Städte teilnahmen und über die Art der Zusammenarbeit und über die Pläne gesprochen wurde. Der stellvertretende Leiter des Klimaschutzdepartments, Herr Kuromizu stellte als Vertreter Yokohamas die Umweltpolitik vor.

Yokohama_cool-choice-smart-car_Choimobi

C40 Award ・Die besten Methoden im Kampf gegen den Klimawandel

Das Yokohama Smart City Project, im Rahmen der Future City, wurde mit dem C40 Cities Award für fortwährende Bemühungen um Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet. Das Smart City Projekt richtet sich nicht nur an Firmen, sondern an die gesamte Stadt, die Bürger eingeschlossen.

Es ist das erste Mal für eine Stadt Japans, einen Award für Saubere Energie zu erhalten. Dank des Awards sind die Firmen und Bürger sogar noch motivierter, an Lösungen gegen den Klimawandel zu arbeiten. Die Preisverleihung fand am 2. Dezember 2016 in Mexiko auf dem C40 Mayors Summit statt, der die C40 Bürgermeister aus der ganzen Welt zusammenbrachte.

Yokohama Smart Business Organisation

In Zusammenarbeit mit Yokohamas privaten Unternehmen, zielt das Smart City Projekt auf den Fortschritt der Nutzung erneuerbarer Energien und effizienten Energieverbrauchsmanagement. Deswegen wurde die Yokohama Smart Business Organisation auf Basis der öffentlichen und privaten Zusammenarbeit gegründet, um die Stadt in den Bereichen Katastrophenprävention und -management, sowie Umwelt und Wirtschaft voranzubringen.

Weitere Informationen finden Sie im Blog des NewYorker Bürgermeisters Mike Bloomberg - C40 Cities Award.

©Mike Bloomberg