SDGGlobalActionFestival2019

Global Festival of Action 2019 in Bonn – SDG-Best-Practice Beispiel eines Unternehmens in Yokohama!

Vom 02. Bis zum 04. Mai 2019 fand in Bonn zum dritten Mal die internationale Konferenz ‘The Global Festival of Action for Sustainable Development 2019’ statt. Seit 2017 bietet das Global Festival of Action jedes Jahr Einzelpersonen, Organisationen und relevanten Akteuren eine internationale Plattform, um ihre innovativen Ideen und Best-Practice-Beispiele für ihren Einsatz für nachhaltige Entwicklung und Lösungen bestehender Klima- und Umweltprobleme vorzustellen. Ausgerichtet wird die Konferenz des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) von der UN SDG Aktionskampagne in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Auswärtigen Amt und weiteren Partnern.

In diesem Jahr nahmen etwa 2000 Akteure aus 142 Ländern an der Konferenz teil, bei der SDG-Experten und Förderer Präsentationen und Panel-Diskussionen hielten und führten. Angeschlossen an das Konferenzprogramm war auch eine Ausstellung von Produkten, die einen Beitrag zur nachhaltigeren Entwicklung leisten. Im Hauptteil der Veranstaltung präsentierten die Preisträger des SDG Awards ihre jeweiligen Beiträge und Projekte.

Auch die Preisträger des Japan SDG Awards wurden zu der Konferenz eingeladen. Aus Yokohama nahm der Firmenvorstand des seit 1881 aktiven Unternehmens Ohkawa Printing teil. Wie der Direktor der Abteilung für globale Angelegenheiten des Büros für internationale Zusammenarbeit vom Ministerium für auswärtige Angelegenheiten vorstellte, werden mit dem SDG Award überragende Beiträge von Firmen oder Organisationen zur nachhaltigen Entwicklung ausgezeichnet. Der Preis wurde durch das SDG-Förderbüro unter der Leitung des Premierministers ins Leben gerufen. Der Firmenvorstand von Ohkawa Printing trat in diesem Rahmen als Podiumsgast auf und stellte die SDG-Strategie seiner Firma vor. Er erklärte, dass in seinem Unternehmen sehr viel dafür getan werde, dass all seine Mitarbeiter über die Ziele der nachhaltigen Entwicklung aufgeklärt werden und dass die Implementierung der SDGs so in einer Bottom-Up Struktur mit allen Mitarbeitern gemeinsam gefördert werde.

Finden Sie ein wichtiges Beispiel für Yokohamas SDGs hier.

Weitere Informationen zum Global Festival of Action finden Sie hier.

YamashitaPark山下公園©ゆたさん

Green-Up in Yokohama – Maßnahmen für eine grünere Stadt

Seit einigen Jahren bereits arbeitet die Stadt Yokohama unermüdlich daran, dem weiteren Verlust von Grün in der Metropolstadt entgegenzuwirken. Keine leichte Aufgabe in einer stetig wachsenden Stadt, in der Wohnraum knapp wird. Aber Yokohama hat sich bewusst gegen die weitere Abrodung von Waldflächen zum Zwecke des Baus neuer Wohnanlagen entschieden und fördert intensiv das Fortbestehen dieser Flächen.

Im April dieses Jahres tritt ein konkretisierter 5-Jahres-Plan in Kraft, der bestehende Bemühungen ausweiten, aber auch neue Aspekte mit einbeziehen soll. Das Ziel ist klar: Yokohama soll nicht nur kein Grün mehr verlieren, es soll sogar mehr bekommen. Dabei spielen natürlich auch ökologische Gesichtspunkte eine große Rolle: gesunde Wald- und Grünflächen sollen für ein besseres Klima in heißen Monaten, für den Schutz der Biodervisität und einen gesunden Wasserkreislauf sorgen. Darüber hinaus sollen alle Bürger, die durch die Begrünungsmesse Garden Necklace bereits für das Thema Begrünung stark sensibilisiert wurden, weiter an die Natur herangeführt und in ihren Erhalt einbezogen werden.

Konkrete Pläne für eine grünere Stadt

Zum einen will die Stadt weitere Grünflächen, die sich noch in Privatbesitz befinden ankaufen, um sich um diese entsprechend kümmern zu können. Grundstücksbesitzer, die an einem Verkauf kein Interesse haben, sollen so unterstützt werden, dass sie sich gut um ihre Flächen kümmern können. So wird beispielsweise die Immobiliensteuer gesenkt oder es werden Zuschüsse zu den Instandhaltungskosten gewährt. Die Stadt will dafür sorgen, dass Wälder ausreichend ausgelichtet sind, Wege und Hänge für Besucher gesichert und nötige Einrichtungen wie Sanitäranlagen installiert werden, so dass die Wälder wieder Orte der Erholung für die Bürger werden.

Zum anderen wird das Wissen über Wald-, Grün- und Ackerflächen unter den Bürgern stark gefördert. Jung und Alt sollen sich bei Wanderungen, Führungen oder sogar Ernten auf freudige Art der Natur wieder annähern können. So werden Wald-Walking-Touren und andere Freizeitbeschäftigungen, sowie Vorträge angeboten.

In der Stadt verteilt gibt es Welcome Center, in denen Bürger sich über die Natur informieren können. Aber auch das Engagement wird gefördert. Damit die angedachten Projekte erfolgreich umgesetzt werden können, ist es unerlässlich, dass auch die Bürger mitarbeiten und so bildet die Stadt Freiwillige aus und fort, die sich um bestimmte Bereiche kümmern möchten. Sie sollen mit einer guten Wissensgrundlage ausgerüstet werden, um das Gesamtökosystem tatkräftig unterstützen zu können.

Green-Up im Stadtzentrum

Das waldarme Stadtzentrum um Minatomirai und die Küstenbereiche sollen ebenfalls gefördert werden. Hier werden besonders die Alleen und Bäume an den Straßen gepflegt und vermehrt und die Parkflächen werden ausgebaut, beziehungsweise mit mehr Grün aufgewertet. Gerade im Stadtzentrum sollen auch die Bemühungen wachsen, die Bürger an die Natur heranzuführen. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen im Ganzen zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität, einer effektiveren Prävention von Überschwemmungen und daraus resultierenden Schäden, sowie Flächenbränden, angenehmeren Temperaturen und insgesamt zu einer Förderung der geistigen und körperlichen Gesundheit der Bürger beitragen werden.

Weitere Vorteile der Begrünungspläne

Die Quellen und Kanäle sollen stärkeren Schutz erfahren, der ebenfalls zu einem gesunden Wasserkreislauf führt. Regenwasser soll gespeichert werden, um gerade in Zeiten der Trockenheit den Grundwasserspiegel nicht zu sehr zu belasten. Die Förderung der Agrarwirtschaft sorgt indes für die stärkere Ausprägung von Konsum regionaler Produkte, was wiederum den CO2-Fußabdruck durch zurückgehende Importzahlen verkleinert. Zu guter Letzt sorgt die vermehrte Fassadenbegrünung und die Ausweitung, sowie Neuschaffung von Wald- und Grünflächen für ein Wohlfühlklima in der Stadt, das nicht nur durch die Temperatur, sondern vor allem durch die behagliche Atmosphäre definiert ist.

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Yokohama bei der UN Klimakonferenz in Kattowitz

Vom 2. Bis zum 14.12.2018 besuchte der Chief Representative die zum 24. Mal ausgerichtete (COP24) UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. Die Konferenz fand gleichzeitig als 14. Treffen zum Kyoto-Protokoll und als 3. Treffen zum Pariser Abkommen statt. Als solche fungiert sie auch als Plattform für Firmen, internationale Organisationen und NGOs, die jeweils von ihren Standpunkten aus Maßnahmen gegen den Klimawandel vorstellen. Das Hauptziel dieser Konferenz war, das Inkrafttreten des im Vorjahr vereinbarten Regelbuchs zur Umsetzung des in Paris verabschiedeten Weltklimaabkommens einzuleiten.

Wie schon zur COP23 in Bonn 2017, besuchte auch dieses Jahr eine Delegation aus Yokohama die Konferenz und stellte einen Teil von insgesamt über 18000 Teilnehmern aus 197 Ländern dar.

Am 9. Dezember fand ein Forum zu nachhaltigen Innovationen statt und wir tauschten uns mit einem Experten der Stadt Mannheim über Ziele der nachhaltigen Entwicklung, genauer gesagt über Regierungsreformen und die Kommunikation von Zielen der nachhaltigen Entwicklung an die Bürger, aus.

Am 10.12. hielt der Vizebürgermeister Kobayashi eine Rede zum Thema Stadt und Land im Zeitalter der Dekarbonisierung: Lokalisierung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung und die Städte und Kommunen betreffenden Vorbilder für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft -zirkuläre und ökologische Wirtschaft.

Am Nachmittag wurde von ICLEI und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ein Seminar zum Thema Erhöhung der Klima-Budgets in Städten und Kommunen ausgerichtet, bei dem der Vizebürgermeister Yokohamas Zero Carbon Projekt vorstellen konnte. Danach fand am Abend, bei dem von der Stadt Katowitz abgehaltenen Empfang mit Teilnehmern aus der ganzen Welt ein erfolgreiches Networking statt.

An den darauffolgenden zwei Tagen nahm der Chief Representative an verschiedenen Seminaren zu den Themen Green People’s Energy for Africa, Ostasiatische Forschungsinitiative zur Dekarbonisierung, Herausforderung der Emissionsfreiheit auf Basis der Initiative für reformative Klimawandeltechnologie, sowie kooperativer Klima- und Umweltschutz teil und konnte auch hier viele neue Kontakte knüpfen.

Wie wichtig es Yokohama ist, für den Klima- und Umweltschutz einen Beitrag zu leisten, zeigt nicht nur die Teilnahme an der UN Klimakonferenz, oder an C40 und CNCA, sondern vor allem Langzeitprojekte wie das Zero Carbon Projekt, die Bemühung in der Entwicklung nachhaltiger Technologien wie Wasserstofftechnologien, sowie die internationale Zusammenarbeit wie im Beispiel des IUC Projekts mit Frankfurt.

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Best-Practices der IUC Projekt-Zusammenarbeit

Yokohama und Frankfurt konnten ihre Partnerschaft im Bereich Energie, Umwelt und Stadtentwicklung weiter vertiefen, als sie Mitte Oktober zusammen mit Vertretern aus den diesjährig am IUC Projekt beteiligten 80 Städten im Europäischen Parlament in Brüssel zu einem allgemeinen und partnerstadtspezifischen Treffen zusammenkamen. Nach einem Vortrag des Stellvertretenden Vorsitzenden des EU-Regionalkomitees und einer Podiumsdiskussion hatten die Partnerstädte die Möglichkeit, ihre bisherigen Projekte, sowie Fortschritte vorzustellen, sich mit den anderen Partnerstädten auszutauschen und hinterher in Themengruppen über Ideen zu sprechen. Unser Repräsentanzbüro beteiligte sich an der Smart City Themengruppe.

Yokohama und Frankfurt berichteten von ihren Erfahrungen aus ihren Besuchen in der jeweiligen Partnerstadt im April und im August dieses Jahres, stellten Best-Practice Beispiele vor, die in die künftigen Entwicklungspläne einfließen könnten und erörterten außerdem, wie der Aktionsplan bis April nächsten Jahres aussehen wird. Die Besonderheit des IUC Projektes ist, dass die verpartnerten Städte große Ähnlichkeiten aufweisen, weswegen sie unter einander sehr eng zusammenarbeiten und auch in enger Zusammenarbeit und mit der Unterstützung des IUC Sekretariats einen gemeinsamen Aktionsplan erarbeiten können.

Zwar wird die Kooperation der Stadt Yokohama und der Stadt Frankfurt im IUC Projekt im Mai 2019 beendet sein, doch gehen wir davon aus, dass das gute Netzwerk, das im Zuge dieser Kooperation entstanden ist und weiter wachsen wird, auch nach Beendigung des Projekts dazu beitragen wird, dass die Zusammenarbeit beider Städte in den gemeinsam erarbeiteten Bereichen auf die eine oder andere Weise fortgeführt werden und beiden Städten auch in Zukunft von großem Nutzen sein kann.

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Yokohama auf Wasserstoffmission in den Niederlanden

Da die Stadt Yokohama sehr bestrebt ist, die Forschung und den Fortschritt von Wasserstofftechnologie voranzutreiben, begab sich der Chief Representative Anfang Oktober auf eine Wasserstoffmission in die Niederlande, die vom Ministerium für Infrastruktur und Wasserversorgung, sowie der Niederländischen Botschaft in Japan initiiert wurde.

Das einwöchige Programm dieser Mission begann mit einem Wasserstoffsymposium in Groningen. Hieran nahmen etwa 80 Repräsentanten von japanischen und lokalen Firmen mit energietechnologischem Hintergrund, sowie Forschungsinstitute und Universitäten teil. Herr Tamai nutzte die Gelegenheit, um Yokohamas Bemühungen und Erfolge im Bereich der Forschung, Entwicklung und Einführung in das Alltagsleben von Wasserstofftechnologie vorzustellen.

Auf die Frage, wie Yokohama das Thema Energie bildungstechnisch vermittle, erklärte er, dass in der Mittel- und Hochschule Unterricht zu erneuerbaren Energien stattfände, aber auch an die Bürger werde regelmäßig herangetreten, um das allgemeine Konsumbewusstsein zu erhöhen.

Fortschritt der Wasserstofftechnologie

Um den Fortschritt der Wasserstofftechnologien in den Niederlanden zu veranschaulichen, beinhaltete das Programm nicht nur Expertenpräsentationen, sondern auch entsprechende Besichtigungen. In Groningen sind beispielsweise Wasserstoffbusse teil der öffentlichen Busflotte, so dass die Teilnehmer dieser Mission eine Fahrt mit einem solchen Bus erfahren konnten. Außerdem besichtigten sie eine große, multifunktionale Tankstelle, die ‚Grüner Topf‘ genannt wird. Hier können in naher Zukunft Fahrzeuge nicht nur mit ein oder zwei Treibstoffsorten, sondern mit Bioethanoltreibstoffen, Wasserstoff, Erdgas oder Flüssiggasen betankt oder mit Elektrizität aufgeladen werden.

Im Verlauf erfolgte auch ein Besuch beim Ministerium für Infrastruktur und Wasserversorgung in Den Haag, um dort über die politische Herangehensweise an die Förderung und Implementierung von nachhaltigen Technologien zu sprechen. Zwar gebe die Regierung einen Leitfaden heraus, zwinge die Firmen jedoch nicht, entsprechende Technologien in ihr Unternehmen einzuführen, sondern setze eher auf die Motivierung durch Förderanreize.

Schließlich ging es weiter nach Rotterdam zur Innovation Expo, die unter dem Leitthema ‚Globale Herausforderungen und holländische Lösungen‘ von Erdgas bis Solar und von Drohnen und schwimmenden Bussen bis zu fliegenden Autos alle vorstellbaren Arten der neuesten Technologien zeigt. Eine Besonderheit dieser Expo ist das angebotene Online-Matching System, durch das sich am gleichen Thema interessierte Gesprächspartner finden und Gesprächstermine vereinbaren lassen, um neue Kooperationen zu erwirken.

Auch in Zukunft wird Yokohama sich mit europäischen Best-Practice Beispielen beschäftigen und den internationalen Informationsaustausch fördern.

Weitere Informationen zu Yokohamas Umweltpolitik finden Sie hier.

IUCZoobesuch

IUC-Delegation aus Yokohama besucht das Frankfurter Energiereferat

Rücktreffen in Frankfurt

Nachdem im April dieses Jahres eine Delegation von Abgeordneten des Energiereferats Frankfurt für erste Gespräche im Rahmen des International Urban Cooperation (IUC) Projekts Yokohama besucht und dort Informationen und Lösungsansätze für gemeinsame Probleme gesammelt hatte, fand nun das Rücktreffen im Frankfurter Energiereferat statt.

Mit dem IUC Projekt, verbindet die EU europäische Städte mit Städten außerhalb Europas, damit sie im Team gemeinsam an Lösungen und Ideen für nachhaltige und umweltschonende Stadtentwicklung, sowie allgemeinen Problemen arbeiten können, wie an den Auswirkungen der wachsenden Alters- und sinkenden Geburtenrate. Dabei suchen die Städte besonders auch nach Ansätzen, die die Bürger mit einbeziehen.

Partner im Klimaschutz

Die Frankfurter Delegation konnte in Yokohama Einrichtungen mit der höchsten Energieeffizienz besichtigen und bot umgekehrt nun der Delegation aus Yokohama die Gelegenheit, Passivhäuser und Einrichtungen zu besuchen, die Energie einsparen, selbst produzieren oder aus Abwärme gewonnene Energie wiederverwenden können.

Auf Basis des Slogans „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch“, erklärte Frankfurt, wie bis 2050 der Energiebedarf zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Desweiteren wurde aufgezeigt,wie Bürger, sowie Organisationen bei ihrem Beitrag gegen den Klimawandel unterstützt werden sollen. Dieses Thema ist auf beiden Seiten von besonderem Interesse.
Im Gegenzug ging Yokohama noch einmal auf die Projekte Smart City Choice und Virtual Power Plant ein, die bei dem Delegationsbesuch in Yokohama schon vorgestellt worden waren. So konnten beide Städte Best Practice Beispiele vorstellen und die Möglichkeit besprechen, derartige Projekte gemeinsam zu erarbeiten.

Im Detail bedeutete das, dass die Delegation aus Yokohama unter anderem die Gelegenheit hatte, den Frankfurter Zoo zu besuchen, in dem speziell für die jüngeren Generationen Umweltbildung und Natur- und Artenschutz vermittelt wird. Außerdem konnte sie den Frankfurter Flughafen besichtigen, in dem die neuesten Technologien zum Energiesparen bereits erfolgreich eingesetzt werden.
Unser Repräsentanzbüro unterstützte diesen regen Austausch beider Städte mit einer Übersetzungskraft, der Vermittlung eines Termins beim japanischen Generalkonsulat Frankfurt und der Begleitung zu Besichtigungsterminen. Die vergangenen Treffen zeigen, dass beide Städte auf einem guten Weg sind, ihre Klimaschutzziele gemeinsam zu erreichen und eine nachhaltigere Stadtentwicklung zu implementieren.
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Nachhaltige Entwicklung made in Yokohama und Frankfurt

Im Juli hatten sich die beiden Städte darum beworben, bei dem EU-geförderten Projekt International Urban Cooperation, kurz IUC, als Paarung ausgewählt zu werden. In diesem Projekt werden europäische Städte mit Städten aus nicht-EU Ländern für 18 Monate mit einander verbunden, um gemeinsam Konzepte für nachhaltige Städteentwicklung und das Erreichen der Ziele im Rahmen der Pariser Übereinkunft zum Klimaschutz zu entwickeln und umzusetzen. Die Vertreter beider Städte werden sich gegenseitig besuchen und die relevanten Dokumente sollen künftig auch in Englisch übersetzt werden, um sie beiden Seiten zur Verfügung stellen zu können. 

IUC-Städtepartnerschaften

Da das Projekt eine Verbindung zu großen Finanzinstitutionen schafft, soll es den Städten erleichtert werden, sich mit den Akteuren in ihnen zusammenzutun und gemeinsam die Ziele zu verwirklichen.
Die Zielländer sind unter anderem Japan, China, Indien, Kanada, Mexico, USA, Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru und noch einige mehr. Mit den in diesem Jahr gewählten, gibt es in Japan momentan fünf IUC-Städtepartnerschaften.

Yokohama und Frankfurt wurden für dieses Städtepairing ausgewählt und können somit im Bereich Umweltpolitik und Städteentwicklung die 2011 geschlossene Städtepartnerschaft weiter stark vertiefen, sowie an gemeinsam Problemen arbeiten. Konkret soll es für Yokohama und Frankfurt speziell um die Themen Energy Management, Smart City, Wasserstofftechnologie, sowie die Steigerung des öffentlichen Bewusstseins und der bewussten Partizipation.
Am 10.11.2017 wurde in Brüssel ein Treffen der Partnerstädte abgehalten, bei dem auch die Vertreter beider Städte teilnahmen und über die Art der Zusammenarbeit und über die Pläne gesprochen wurde. Der stellvertretende Leiter des Klimaschutzdepartments, Herr Kuromizu stellte als Vertreter Yokohamas die Umweltpolitik vor.

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C40 Award ・Die besten Methoden im Kampf gegen den Klimawandel

Das Yokohama Smart City Project, im Rahmen der Future City, wurde mit dem C40 Cities Award für fortwährende Bemühungen um Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgezeichnet. Das Smart City Projekt richtet sich nicht nur an Firmen, sondern an die gesamte Stadt, die Bürger eingeschlossen.

Es ist das erste Mal für eine Stadt Japans, einen Award für Saubere Energie zu erhalten. Dank des Awards sind die Firmen und Bürger sogar noch motivierter, an Lösungen gegen den Klimawandel zu arbeiten. Die Preisverleihung fand am 2. Dezember 2016 in Mexiko auf dem C40 Mayors Summit statt, der die C40 Bürgermeister aus der ganzen Welt zusammenbrachte.

Yokohama Smart Business Organisation

In Zusammenarbeit mit Yokohamas privaten Unternehmen, zielt das Smart City Projekt auf den Fortschritt der Nutzung erneuerbarer Energien und effizienten Energieverbrauchsmanagement. Deswegen wurde die Yokohama Smart Business Organisation auf Basis der öffentlichen und privaten Zusammenarbeit gegründet, um die Stadt in den Bereichen Katastrophenprävention und -management, sowie Umwelt und Wirtschaft voranzubringen.

Weitere Informationen finden Sie im Blog des NewYorker Bürgermeisters Mike Bloomberg - C40 Cities Award.

©Mike Bloomberg